Antworten auf häufig gestellte Fragen + Hausregeln

1. Vertragsabschluss

Nach der unverbindlichen Anmeldung, welche die Grundlage für den Vertragsentwurf darstellt, melden wir uns bei dir und übermitteln den Benützungsvertrag (+Heimordnung, Heimstatut, SEPA-Lastschriftmandat), ebenso wie einige Infos, wie es letztlich zum Einzug kommt.

Wenn du das Angebot annehmen möchtest, so retourniere die unterschriebenen Papiere und überweise die Vorauszahlung iHv € 700,00. Die Heimleitung unterzeichnet den Vertrag ebenfalls, womit dein Recht auf den Heimplatz wirksam wird.

2. Einzug

Da wir ein kleines Studentenheim sind, brauchen wir keine ständig besetzte Rezeption. Ein Einzieher gibt einige Tage bis Wochen vorab den Einzugszeitpunkt näherungsweise bekannt (plus minus 2h). Am Einzugstag erfolgt dann ca. 1/2 Stunde vor Ankunft die telefonische Kontaktaufnahme mit der Heimleitung. Bei Ankunft genügt ein Anruf und dann beginnt der Einzug mit einer Tour durch das Haus, die Klärung offener Fragen und der Schlüsselübergabe. Du erhältst außerdem deinen „Meldezettel“ für den Wohnsitz in Österreich, mit welchem du dich selbständig beim Meldeamt der Stadt Graz registrierst. Nähere Informationen findest du auf der Website des Meldeamts. Für die Abmeldung des Wohnsitzes beim Auszug sind die Bewohner selbst verantwortlich.

Im Falle der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen wir den Routenplaner der Österreichischen Bundesbahnen.

Du erhältst beim Einzug außerdem eine „Mängelliste“, um den Zustand deines Zimmers beim Einzug zu dokumentieren. Erstens gibt uns das die Gelegenheit, evtl. beschädigte Einrichtungsgegenstände zu reparieren oder auszutauschen, sofern uns ein Missstand entgangen ist. Zweitens wird so verhindert, dass ein Heimbewohner beim Auszug für einen Schaden verantwortlich gemacht wird, welcher bereits beim Einzug bestand, damit keine ungerechten Abzüge bei der Rückzahlung der Kaution erfolgen können. Zum Ausfüllen der Mängelliste hast du einige Tage Zeit, bevor sie dann gemeinsam mit der Heimleitung durchgegangen und unterschrieben wird, woraufhin jeder eine Kopie erhält.

3. Bettwäsche

Das Heim stellt eine Matratze im Format 90 x 200 cm zur Verfügung, ebenso wie grundsätzlich eine Bettdecke und einen Polster, worauf der Bewohner aber auch verzichten kann. Die Bezüge sind selbst mitzubringen. Im Bedarfsfall können Bezüge vom Heim gegen Bezahlung geborgt werden (€ 10 je Matratzen- oder Deckenbezug, € 5 je Polsterbezug)

4. Reinigung

Auch wenn unser Reinigungsservice den Gemeinschaftsbereich in Schuss hält, ist achtsames Verhalten der Bewohner zwischen den Reinigungen wichtig für ein gutes Zusammenleben.

Für die Zimmerreinigung stehen im Putzraum einige Putzsachen zur Verfügung, die die Bewohner beliebig ausborgen können. Nach Abschluss der Zimmerreinigung sind die Sachen baldigst wieder zu retournieren, damit sie auch den anderen zur Verfügung stehen. Vergiss auch nicht, den Behälter des Staubsaugers zu leeren wenn du fertig bist. Verbrauchsmaterial wie Putzmittel oder Müllsäcke für die Zimmer muss jeder für sich besorgen. Es spricht aber nichts dagegen, sich hier untereinander abzusprechen.

5. Küche

Was zur Reinigung gesagt wurde, gilt besonders für die Küche. Die Küchenregeln wurden so gestaltet, dass jeder Heimbewohner eine möglichst saubere und ordentliche Küche in Anspruch nehmen kann, wobei persönliche Verantwortung eine wichtige Rolle spielt.

Grundsätzlich gilt: jedem das Seine. Persönliches Eigentum ist zu respektieren, jedoch auch im persönlichen Stauraum aufzubewahren, wobei jedem Zimmer ein eigener Küchenkasten zugeteilt ist. Geschirr ohne Erlaubnis vom persönlichen Stauraum anderer zu entwenden stellt das eine Verletzung der Hausregeln und Diebstahl dar und kann gegebenenfalls den Auszug aus dem Wohnheim nach sich ziehen.

Aber je mehr die Bewohner miteinander kommunizieren und sich austauschen, desto mehr können sie untereinander teilen. So kann sich jeder nach eigenem Ermessen an der Gemeinschaft beteiligen. Das Teilen des Geschirrs setzt nur das Einverständnis des Eigentümers voraus. Das Heim selbst stellt kein Geschirr oder dgl. zur Verfügung.

Wenn persönliche Dinge außerhalb des persönlichen Stauraums aufbewahrt werden, so gelten sie als Allgemeingut und stehen zum freien Gebrauch zur Verfügung. Wird etwas (z.B. ungespült oder beim Kochen blockierend) zurückgelassen, so steht es jedem frei, es schnell und einfach in die „Black Box“ zu legen, wie es auch der Reinigungsservice machen wird – Platz frei für Sauberkeit! Ist die Küche zu oft unordentlich, behalten wir uns vor, den Inhalt der Box zu entsorgen. Sprich: Geschirr gehört nach Verwendung so bald als möglich gespült und verstaut!

Das Abflusssieb soll nach Befüllung immer in den Abfalleimer entleert werden, so bleibt die Spüle frei von Speisen und Gerüchen. Der Dunstabzug sollte nach dem Kochen ausgeschaltet werden, ein „Dauerlauf“ macht nur Lärm und frisst Strom. In der Küche sind außerdem Behälter für die Mülltrennung: Plastik, Papier, Metall, Glas und Restmüll.

6. Duschräume

Die Duschräume gehören zum Gemeinschaftsbereich und werden somit vom Reinigungsservice gereinigt. Sie sind im unbenutzten Zustand stets leer. Jeder Heimbewohner hat Handtücher und Hygieneartikel im eigenen Zimmer zu verwahren, wofür auch zB. Handtuchhalter neben dem Waschbecken in den Zimmern zur Verfügung stehen. Auf die Art ist die Dusche beim Betreten leer und jeden Benutzer erwartet ein erfrischendes Duscherlebnis. Die Duschräume sind natürlich „Einzelduschen“ und absperrbar.

Bzgl. Duschen haben wir 2023 im Sinne der CO2-Reduktion eine Brauchwasserwärmepumpe installiert. Die spart umso mehr Energie, je niedriger die Speichertemperatur ist. Sollte es erstmals vorkommen, dass das warme Wasser ausgeht, gib uns bitte gleich Bescheid. Damit das nicht wieder vorkommt, optimieren wir die Einstellungen gerne, indem wir die Speichertemperatur erhöhen.

7. Toiletten

In jedem Stock gibt es drei Toiletten: 1x Frau, 1x Mann, 1x Alle. Schließe beim Verlassen der Toilette die Tür. Bitte setz dich.

Die Toiletten gehören zum Gemeinschaftsbereich und werden somit vom Reinigungsservice gereinigt. Sie sollen so verlassen werden, wie sie vorgefunden wurden. Wer Gäste im Wohnheim empfängt, hat diese bitte ebenso daran zu erinnern. Sollte das Wasser einmal dauerhaft aus dem Spülkasten laufen, schick uns ein kurzes Mail, dann richten wir das. Schnelle Abhilfe bietet das leichte Rütteln am Spültaster.

8. Postkasten

Der Postkasten wird wöchentlich von einem Mitarbeiter des Studentenheims geleert. Dieser bringt die Post zu den Zimmern der jeweiligen Empfänger. Wenn du auf dringliche Post wartest, kannst du den Postkasten auch selbstständig öfter überprüfen. Wie das geht, zeigt dir einer unserer Mitarbeiter beim Einzug.

9. Wäsche

Pro Stockwerk stehen eine Waschmaschine und ein Trockner zur Verfügung. Die Benützung der Waschmaschine erfordert € 0,50 Münzen (mindestens 2 Stück). Jede Münze versorgt die Maschine für 50 Minuten mit Strom. Läuft die Zeit ab, so ist der Strom weg und die Wäsche kann nicht mehr entnommen werden, weshalb von vorneherein genug Münzen einzuwerfen sind. Da das Wasser in Graz reich an Mineralien ist, stellt das Wohnheim Wasserenthärter – Tabs zur Verfügung, welche bitte mit jedem Waschgang zu verwenden sind, was nicht nur die Lebensdauer der Maschine verlängert, sondern auch dabei hilft, Waschmittel zu sparen.

Die Verwendung des elektrischen Trockners ist gratis. Vor der Verwendung ist das Flusensieb zu reinigen, was nur 15 Sekunden dauert und die Trockenzeit verringert. Gerne zeigen wir auf Anfrage, wie das Flusensieb zu reinigen ist. Die Trocknung der Wäsche im Zimmer durch Aufhängen mit einem herkömmlichen Wäscheständer ist zwar erlaubt, aber wir machen darauf aufmerksam, dass dadurch die Luftfeuchtigkeit im Zimmer erhöht wird, was das noch häufigere Lüften des Zimmers notwendig macht. Stark erhöhte Luftfeuchtigkeit erhöht die Gefahr von Schimmel.

10. Heizen und Frischluftzufuhr

Die Raumheizung ist im Mietpreis enthalten. Wir haben Heizkörperthermostate mit Fensterkontakten installiert. Bei Öffnen eines Fensters wird die Heizung vorübergehend abgedreht, bis das Fenster wieder geschlossen wurde. Die Heizregelung erlaubt auch das Einstellen eines individuellen Zeitplans für die Temperaturregelung, den wir gerne euren Vorlieben anpassen. Zum Beispiel mögen es viele beim Schlafen nicht so heiß wie untertags.

Bei längerer Abwesenheit aus dem Wohnheim, zum Beispiel während der Ferien, können wir auch gerne den „Urlaubsmodus“ einstellen, sodass während der Abwesenheit Energie gespart und das Zimmer vor der Rückkehr wieder auf Wohlfühltemperatur gebracht werden kann.

In der kalten Jahreszeit empfehlen wir für ein angenehmes Raumklima „Stoßlüften“ durch vollständiges Öffnen eines Fensters für etwa 5 Minuten. Das sollte vor dem Schlafengehen, nach dem Aufstehen und wann immer viel Feuchtigkeit verbreitet wird passieren (zum Beispiel nach dem Duschen oder wenn dampfende Speisen und Getränke im Raum sind). Die Bedeutung von richtigem Lüften steigt mit der Anzahl der Personen, welche sich im Zimmer aufhalten, doch auch wenn sich nur eine Person im Raum aufhält, sollte alle vier Stunden gelüftet werden. Erhöhte Luftfeuchtigkeit ist nicht nur schlecht für die Gesundheit und das Wohlbefinden, sondern erhöht auch das Risiko von Schimmelbefall – in einem kälteren Land wie Österreich sollte also besonders im Winter darauf geachtet werden.

Solltest du doch einmal Schimmel bemerken, so teile es umgehend einem Mitarbeiter mit. Je eher man ihn fachmännisch entfernt, desto besser. (Versuche nicht, ihn selbst zu entfernen, denn er muss zuvor mit einem Spezialmittel abgetötet werden)

11. Internetverbindung

Jedem Bewohner steht eine Breitband-Internetverbindung zur Verfügung. Die Internetverbindung ist im Benützungsentgelt enthalten. Jeder Bewohner erhält beim Einzug Zugangsdaten des „Virtuellen Campus Graz“, wobei das automatisch erstellte Passwort innerhalb von 24 Stunden geändert werden muss. Die Bewohner können sich dann mit ihren Zugangsdaten mit dem WLan-Netzwerk „VCGraz“ verbinden. Wer eine besonders schnelle Verbindung herstellen möchte – etwa für Gaming – kann sich auch mittels Ethernetkabel verbinden. Nähere Informationen zum WLan stehen auf der Seite des VCG.

12. Türschlösser

Wir haben ein elektronisches Schließsystem. Blinkt das Schloss beim Öffnen grün, ist alles okay. Blinkt es erst 4x rot und dann 1x grün, ist auch noch alles okay, aber dann wird die Batterie bald leer. Keine Panik, die Batterie hält sicher noch einen Monat, aber gib uns bitte Bescheid, dann wird sie getauscht.